News · Google DeepMind und Primordial Soup bringen Veo in eine laufende Filmproduktion

May, 204 Min. Lesezeit
KI-Produkte

Google DeepMind und Primordial Soup bringen Veo in eine laufende Filmproduktion

Eine Partnerschaft mit dem neuen Projekt von Darren Aronofsky stellt generative Videomodelle Filmschaffenden zur Verfügung, die drei reale Kurzfilme produzieren – der erste feiert Premiere bei Tribeca.

Was die Partnerschaft konkret bedeutet

Google DeepMind arbeitet mit Primordial Soup zusammen, einem von Regisseur Darren Aronofsky gegründeten Storytelling-Projekt, um drei Kurzfilme mit DeepMinds generativen KI-Modellen, -Tools und -Fähigkeiten zu produzieren – darunter Veo, das Videogenerierungsmodell des Unternehmens.

Die Struktur ist klar definiert. Jeder der drei Filme wird von einem aufstrebenden Filmemacher geleitet, von Aronofsky begleitet und vom Forschungsteam von DeepMind unterstützt. Der erste Film, 'ANCESTRA', unter der Regie von Eliza McNitt, feiert am 13. Juni 2025 Premiere beim Tribeca Festival. Das ist ein terminiertes, öffentliches Ergebnis – keine offene Forschungskooperation ohne festen Rahmen.

Hybridproduktion statt vollständig generierter Film

Die Ankündigung ist bei der Beschreibung der Technologie zurückhaltend. 'ANCESTRA' nutzt ein von Google als Hybridproduktionsmodell bezeichnetes Verfahren, das Live-Action-Aufnahmen mit fortschrittlichen Tools und neuester KI-Forschung verbindet. Das Modell ersetzt die Dreharbeiten nicht, sondern ergänzt das gefilmte Material.

Diese Einordnung ist wichtig. Sie positioniert Veo als ein Element innerhalb eines bestehenden kreativen Workflows, nicht als Ersatz per Knopfdruck. Und sie erkennt an, dass die eigentliche Arbeit an der Nahtstelle zwischen Live-Action und generiertem Material entsteht – dort, wo ein Regisseur entscheidet, wofür sich jedes Element eignet.

Filmschaffende als Forschungskanal

Die Vision der Partnerschaft besteht darin, das weltweit beste Videogenerierungsmodell in die Hände führender Filmschaffender zu legen und damit die Grenzen der Technologie für emotionaleres, kreativeres Storytelling zu verschieben.Montana Labs

Nüchtern betrachtet handelt es sich um eine Feedbackschleife. Google lässt seine Modelle von anspruchsvollen Praktikern an echten Projekten einsetzen, mit dem eigenen Forschungsteam vor Ort. Die Formulierung 'neueste KI-Forschung' deutet darauf hin, dass die Tools noch nicht ausgereift sind – die Filme sind ebenso Testfeld wie Showcase, und die Reibungspunkte der Filmschaffenden fließen direkt in die Produktentwicklung ein.

Die Konsequenz: Modellqualität wird jetzt am Set bewertet

Indem Google Veo über Aronofskys Mentoring und eine Tribeca-Premiere laufen lässt, entscheidet sich das Unternehmen dafür, sein Videomodell von Filmschaffenden und Festivalpublikum statt von Benchmark-Clips bewerten zu lassen. Der Maßstab verschiebt sich von technischer Präzision zu der Frage, ob ein Regisseur das Tool für eine Szene formen kann.

Für Teams, die auf generativem Video aufbauen, liegt das eigentliche Signal dieser Ankündigung in der Pipeline, nicht in den Pixeln: Das nützliche Muster ist, ein Modell in einen bestehenden kreativen Workflow einzubetten, mit erfahrenen Nutzern, die terminierte, öffentliche Arbeit liefern – und die dabei entstehenden Probleme zurück in die Forschung fließen zu lassen.

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