News · Google DeepMinds C2k-Pilotprojekt: 100 Lehrkräfte in Nordirland, sechs Monate, 10 Stunden pro Woche

Nov, 104 Min. Lesezeit
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Google DeepMinds C2k-Pilotprojekt: 100 Lehrkräfte in Nordirland, sechs Monate, 10 Stunden pro Woche

Eine Google for Education-Partnerschaft mit dem nordirischen C2k-Programm zeigt konkrete Zeitersparnisse durch Gemini und NotebookLM – und einen Weg vom Pilotprojekt zur breiteren Einführung.

Was das C2k-Pilotprojekt tatsächlich gemessen hat

Die von Google DeepMind COO Lila Ibrahim verfasste Ankündigung beschreibt ein sechsmonatiges Pilotprojekt mit dem C2k-Programm der nordirischen Bildungsbehörde. Einhundert Lehrkräfte integrierten Gemini und Google Workspace-Tools in ihren Unterricht, und Google nennt zwei zentrale Kennzahlen: durchschnittlich 10 eingesparte Stunden pro Woche und teilnehmender Lehrkraft sowie mehr als 600 einzigartige, erfasste Anwendungsfälle in der Gruppe.

Diese Zahlen stammen aus den Selbstauskünften der Lehrkräfte und nicht aus einer unabhängigen Prüfung, und Ibrahim relativiert vorsichtig – "es ist zwar noch früh, aber die Ergebnisse sind ermutigend." Der Wert der 600 Anwendungsfälle liegt weniger in der Zahl selbst als in dem, was sie signalisiert: Dies war kein einzelner, vorgegebener Einsatz, sondern eine breite Erkundung, bei der Lehrkräfte ihre eigenen Anwendungen fanden, sobald sie sich, wie sie es formuliert, "ermutigt fühlten, selbst zu experimentieren."

Die Anwendungsfälle teilen sich in administrative Entlastung und Pädagogik

Die Beispiele lassen sich in zwei klar getrennte Kategorien einordnen. Die erste ist administrative Entlastung: Chris Lowe, Head of ICT an der Ashfield Boys' High School, nutzt Gemini, um Elternbriefe zu entwerfen und Gefährdungsbeurteilungen für Klassenausflüge zu erstellen, sowie NotebookLM, um Lehrplaninhalte in Podcasts zur Prüfungsvorbereitung umzuwandeln. Diese Kategorie liefert am unmittelbarsten die zurückgewonnenen Stunden.

Die Zeit, die ich durch Gemini gespart habe, ermöglicht es mir im Grunde, genau das zu tun, was ich tun möchte – nämlich zu unterrichten.Montana Labs

Die zweite Kategorie ist die didaktische Gestaltung, und sie ist interessanter, weil sie sich mit generischen Tools schwerer nachbilden lässt. Alistair Hamill, Head of Geography am Lurgan College, nutzte die MindMap-Funktion von NotebookLM, um visuelle Darstellungen von Quellmaterial zu erstellen, die einem neurodivergenten Schüler halfen, das "Gesamtbild" zu erfassen. Eine ICT-Koordinatorin der Rowandale Primary School erzeugte Bilder für kreatives Schreiben und passte Unterrichtseinheiten an die Bedürfnisse einzelner Schüler an. Lehrkräfte nutzten Gemini auch, um Unterrichtseinheiten in irischer Sprache zu erstellen – ein spezifischer, regionaler Bedarf, den ein universelles Produkt ohne maßgeschneiderte Entwicklung unterstützte.

Die Struktur der Partnerschaft und die Verantwortungsfrage

Google beschreibt das Ergebnis als Arbeitsteilung: "Google hat die Technologie bereitgestellt, und die Lehrkräfte haben sie genutzt." Die Botschaft stützt sich wiederholt auf eine zentrale Leitlinie – dass KI ein kollaboratives Werkzeug ist, "das auf Lernwissenschaft basiert", und kein Ersatz für Lehrkräfte, und schließt mit Ibrahims Satz, dass "Technologie keine Magie ist, Lehrkräfte sind es."

Damian Harvey, Interim Head of C2k, nennt zwei Faktoren, die die schnelle Umsetzung des Pilotprojekts ermöglichten: ein Netzwerk von Lehrkräften, die ihr Wissen untereinander teilten, und die Notwendigkeit gezielter Ressourcen, um Schulung und KI-Bereitschaft zu unterstützen. Dieser zweite Punkt ist der ehrliche. Die 10-Stunden-Zahl entstand nicht durch die bloße Installation von Software, sondern durch eine begleitete Gruppe, die über sechs Monate gemeinsam lernte.

Das Signal für alle, die Assistenzsysteme in berufliche Arbeitsabläufe integrieren

C2k plant nun, das Gemini-Training auf mehr Lehrkräfte in ganz Nordirland auszuweiten, und Google erklärt, man hoffe, von diesen Nutzern zu lernen, wie sich "Produkte an bewährten pädagogischen Prinzipien ausrichten lassen." Die eigentliche Lehre daraus ist nicht, dass KI Lehrkräften Zeit spart – sondern dass diese Einsparungen erst durch ein strukturiertes Pilotprojekt mit gegenseitigem Wissensaustausch und klarer Nutzerverantwortung für den Einsatz des Tools möglich wurden. Die 600 Anwendungsfälle wurden von den Anwendern selbst entdeckt, nicht vom Anbieter vorgegeben. Für Teams, die Assistenzsysteme im Einsatz mit Fachexperten anwenden, zeigt das C2k-Pilotprojekt: Es ist das Gerüst der Einführung – Schulung, Gemeinschaft und klare Grenzen für die Rolle des Menschen –, das ein leistungsfähiges Modell in messbar zurückgewonnene Stunden verwandelt.

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