News · Google unterzeichnet erstes Offshore-Windkraft-Abkommen im asiatisch-pazifischen Raum zur Versorgung von Rechenzentren in Taiwan

Apr, 224 Min. Lesezeit
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Google unterzeichnet erstes Offshore-Windkraft-Abkommen im asiatisch-pazifischen Raum zur Versorgung von Rechenzentren in Taiwan

Ein Stromabnahmevertrag für das Projekt Fengmiao I verknüpft Googles Rechenkapazitäten in Taiwan mit Offshore-Windstrom, der 2027 ans Netz gehen soll.

Worauf sich Google in Taiwan tatsächlich festgelegt hat

Google hat einen Stromabnahmevertrag mit dem Offshore-Windprojekt Fengmiao I angekündigt, das von Copenhagen Infrastructure Partners entwickelt wird. Es ist Googles erster Offshore-Wind-Stromabnahmevertrag in Taiwan und laut Unternehmen der erste im gesamten asiatisch-pazifischen Raum.

Der genannte Zweck ist konkret: Sobald das Projekt 2027 in Betrieb geht, wird es Googles Rechenzentrum, Cloud-Region und Büros in Taiwan mit Strom versorgen. Es handelt sich nicht um ein abstraktes Nachhaltigkeitsversprechen ohne Bezug zum operativen Geschäft – es nennt konkret die Infrastruktur, die mit dieser Energie versorgt werden soll.

Google stellt das Abkommen zudem als Ergänzung zu seinem bestehenden Engagement in Taiwan dar und verweist auf vorhandene Solar- und Geothermieanlagen im lokalen Portfolio. Der rote Faden bleibt dabei das Ziel, an jedem Standort, an dem das Unternehmen tätig ist, rund um die Uhr mit CO2-freier Energie zu arbeiten.

Das Detail zum 'finanziellen Abschluss' ist die eigentliche Kernaussage

Die Ankündigung hebt eine Tatsache besonders hervor: Fengmiao I ist das erste Projekt aus Taiwans Ausschreibungsrunde 3.1, das den finanziellen Abschluss erreicht hat. Google bezeichnet dies als wichtigen Katalysator für den lokalen Offshore-Windsektor.

Als erstes Projekt aus Taiwans Ausschreibungsrunde 3.1, das den finanziellen Abschluss erreicht hat, ist es ein wichtiger Katalysator für den lokalen Offshore-Windsektor.Montana Labs

Der finanzielle Abschluss bedeutet, dass die Finanzierung des Projekts gesichert ist und der Bau beginnen kann. Indem sich Google an das erste Projekt bindet, das diese Hürde genommen hat, positioniert das Unternehmen seinen Kauf als Nachfrage, die einer noch jungen Ausschreibungsrunde hilft, Risiken zu verringern – und nicht lediglich als Einkauf bei etwas bereits Fertiggestelltem.

Warum ein KI-Unternehmen Energieverträge abschließt

Für ein Unternehmen, das KI-Produkte auf den Markt bringt, ist dies der Teil der Wertschöpfungskette, der in Produkt-Keynotes selten vorkommt. Eine Cloud-Region und ein Rechenzentrum in Taiwan bedeuten eine elektrische Last, die kontinuierlich gedeckt werden muss, und Googles Antwort darauf ist, künftige Stromlieferungen Jahre im Voraus vertraglich zu sichern, bevor sich die Turbinen überhaupt drehen.

Das Datum der Inbetriebnahme 2027 ist entscheidend. Google unterzeichnet Verträge für Kapazitäten, die noch nicht existieren – ein Beleg für die Vorlaufzeiten, die nötig sind, um Rechenkapazitätswachstum mit neuer Energieerzeugung in Einklang zu bringen. Die Energieverpflichtung wird bereits jetzt für eine Last eingegangen, die erst später anwächst.

Die Ankündigung führt außerdem Solar-, Geothermie- und nun Offshore-Windenergie als eigenständige Technologien in einem einzigen Netz auf. Dieser Mix ist eine Absicherung: unterschiedliche Quellen mit unterschiedlichen Verfügbarkeitsprofilen, kombiniert, um dem Ziel der durchgehenden CO2-freien Versorgung auf einem einzelnen Netz näherzukommen, statt es global zu verrechnen.

Die Implikation: Rechenkapazitätsausbau wird zur regionalen Energieentwicklungsgeschichte

Die konkrete Erkenntnis aus diesem Abkommen ist, dass Googles Betrieb in Taiwan und der Ausbau der taiwanischen Offshore-Windkraft bewusst miteinander verknüpft werden. Der Stromabnahmevertrag unterstützt Googles lokale Infrastruktur, und Googles Kaufzusage hilft einem Vorreiterprojekt seiner Ausschreibungsrunde, den finanziellen Abschluss zu erreichen und den Bau voranzutreiben.

Für Teams, die verfolgen, wo große Cloud- und KI-Betreiber als Nächstes expandieren, ist das Signal, dass ein neues Rechenzentrum oder eine neue Cloud-Region zunehmend mit regionaler Energiebeschaffung gebündelt kommt – und dass diese Beschaffung mitbestimmen kann, welche Erzeugungsprojekte finanziert werden. Wo Google seine Rechenkapazitäten platziert, setzt das Unternehmen inzwischen auch auf das lokale Stromnetz, das sie versorgt.

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